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GERDA IST GERN DA

Roman Rutishausers Art brut - Metamorphose im Museum im

Lagerhaus St.Gallen

August 2021 bis Januar 22

2018 verbrachte ich eine Nacht im Archiv des Museums im Lagerhaus in St. Gallen, um in der völligen Dunkelheit mit den dort gelagerten Werken musikalisch zu improvisieren. Diese tiefgreifenden Begegnungen inspirierten mich zum Projekt "Gerda ist gern da" - einer Kunstform, die es in ihrer Art noch nicht gegeben hat und in deren Zentrum ein Instrument steht, welches sich ständig verändert:

Das Klavier "Gerda".

 

Ich werde es - oder vielleicht müsste man besser sagen: SIE -  am 31. August 2021 ins Museum im Lagerhaus bringen und während eines halben Jahres bis Februar 2022 zu bestimmten Zeiten öffentlichen daran arbeiten.

 

Ein Kunstobjekt, für welches die Definition "Klavier" längst nicht mehr ausreicht und sich durch Umbauten, erweiterte Saitenstränge und neu geschaffene Resonanzräume ständig in Veränderung befindet. Zusammen mit klanglichen Improvisationen und unter Einbezug von gebetenen und ungebetenen Gästen wird mit "Gerda" eine eigenständige Persönlichkeit geboren, welche in enger Verbindung mit den Werken des Museums im Lagerhaus steht. Ziel ist nicht eine Fertigstellung, sondern jeder Moment im Leben dieses ungewöhnlichen Instrumentes. Und wie im Leben selbst, nimmt die Umwelt - von einem "Publikum" kann nicht gesprochen werden - nur immer einen Teil dieser Entwicklung wahr, ist jedoch eingeladen, auch aktiv in die Entwicklung einzugreifen, mitzulauschen, oder partizipativ mitzugestalten.

Das Museum im Lagerhaus hat Roman Rutishauser dazu eingeladen, von August 2021 bis Januar 2022 sein Projekt "Gerda ist gern da" in den Räumlichkeiten des Museums zu realisieren. Eingebettet wird seine Arbeit in die Ausstellung "Damenwahl". Verschiedene Frauen aus der Region wählen aus dem Fundus des Museums ein Werk aus und arbeiten gleichzeitig mit Rutishauser als aktive Mitgestalterinnen an "Gerda"`s Dasein.